Donnerstag, 8. Januar 2009

The Fog

Aktuell bin ich sehr stark dabei meine Zukunft zu planen, schließlich ist mein Bachelor Ende des Jahres abgeschlossen. Auf einem komplizierten Weg bin ich dabei auf das Angebot der Uni Lund gestoßen, dort Economic History zu studieren (in Deutschland wär das Wirtschafts- und Sozialgeschichte). Fand ich ganz interessant und überleg ich auch wirklich... aber das ist eine andere Geschichte. Auf meine Abenteuer einen passenden Master für mich zu finden, werde ich in Zukunft sicher noch kommen.

Natürlich habe ich mir auch ein Bild von der Stadt machen wollen, welche soweit echt ganz hübsch zu sein scheint und mit einer sehr hohen Studentenzahl auch das Leben bietet, welches mir Düsseldorf nicht bieten kann: Nämlich das einer echten Studentenstadt. Bilder waren im Internet auch einige zu finden und dann das wahnsinnig überzeugende Luftbild bei Google Maps...


Größere Kartenansicht

Are you kidding me? Was soll denn das bitte schön? Schauen die sich ihre Bilder auch an, bevor sie sie hochladen? Oder ist Lund eine geheime Versuchsbasis der US-Army?
Ich hoffe mal nicht, aber das lässt mich auch wieder an der Zurechnungsfähigkeit der Google Maps-Betreiber zweifeln...

Dienstag, 6. Januar 2009

Geheimakte Story?

Das Schöne an Weihnachten ist ja die Tatsache, dass man häufig auch Sachen geschenkt bekommt, die man sich selber nie gekauft hätte. Unter anderem habe ich einen fantastischen Schlafsack bekommen, der mich selbst bei diesen Temperaturen nicht erfrieren lassen würde. Aber dieser soll hier gar nicht das Thema sein.

Ein anderes Geschenk war das Spiel Geheimakte 2, ein Adventure aus der Feder der sonst unbekannten Entwickler-Studios Animation Arts und Fusionsphere Systems. Der erste Teil war ein enormer Erfolg und das auch nicht ohne Grund. Die Rätsel waren spannend und logisch, die Thematik gut gewählt und das gesamte Spiel war sehr gut gestaltet. Aber wie wir aus Erfahrung wissen macht ein guter Vorgänger nicht automatisch einen guten Nachfolger!

Also wie war Geheimakte 2? Kurz zusammengefasst: Meh...

Es hatte sicherlich noch alle Zutaten des Vorgängers, nur war die Qualität dieser nicht mehr ganz so ausgereift. Es war ein bisschen so wie wenn ich ein Rezept meiner Mutter nachkochen möchte, aber nicht genau die gleiche Erfahrung besitze und deswegen alles irgendwie halbgar schmeckt. Aber ich gehe mal auf die einzelnen Punkte ein.

Story

Schwer zu sagen, aber mich reißt die Story einfach nicht vom Hocker. Man hat krampfhaft versucht einen möglichst aktuellen Bezug herzustellen und damit ein eher unglaubwürdiges Gemisch eines Katastrophen-Mystery-Thrillers geschaffen. Viele interessante Punkte wurden gar nicht weiter ausgeführt, so dass es ein leichtes gewesen wäre noch mehr Spannung reinzubringen. Aber irgendwie bleibt alles sehr oberflächlich und es ist von Anfang an klar wer der Bösewicht ist, was passieren wird und wie alles ausgehen wird. Es war nicht wirklich irgendwas überraschendes dabei was mich mehr als enttäuscht hat. Aber vielleicht bin ich einfach zu sehr aktuelle Thriller gewöhnt, so dass ich automatisch Verrat, Intrigen und Spannung erwarte... leider macht so etwas für mich einen guten Thriller aus. Das Spiel hat es dennoch geschafft mich dabei zu halten, aber länger als die eigentliche Spielzeit wär's auch für mich nicht mehr gegangen. Schade...

Technik

Hierzu ist nicht allzu viel zu verlieren. Das Spiel bietet was man erwartet: Schön gezeichnete Hintergründe, flüssige Animationen, atmosphärische Klanguntermalung. Kein Meisterwerk, sondern genau das was man erwarten würde wenn man sich ein solches Spiel kauft. Bugs sind mir auch das ganze Spiel über nicht aufgefallen. In dieser Hinsicht also sehr rund.

Rätsel/Spielmechanik

Solide, wenn ich es kurz zusammenfassen sollte. Muss ich aber nicht und mach ich auch nicht ;)

Die meisten Rätsel sind wieder sehr logisch. Es ist nur ganz selten nötig großartig um die Ecke zu denken, auch wenn ich gestehen muss, an manchen Stellen die Lösung zu Rate gezogen zu haben. Ich glaube mir fehlt inzwischen einfach die Zeit die ich damals noch in ein Monkey Island stecken konnte. Besonders unfair fand ich ein Rätsel in Gatineau, wo ich zwar den richtigen Lösungsansatz hatte, mir aber permanent gesagt wurde, dass das nicht geht und ich somit gar nicht erst auf die richtige Lösung kommen konnte. Sowas muss doch echt nicht mehr sein, oder?
(Für alle die das Spiel gespielt haben: Es geht um einen Spiegel und ein Informationsschild)

Sonst bleibt mir das Ganze sogar ein wenig zu einfach. Die meisten Rätsel wurden ohne großes Nachdenken geschafft, was einen zwar zügig im Spiel voran bringt, aber nicht wirklich das Gefühl eines Erfolgserlebnisses hinterlässt. So hatte ich am Ende auch nicht das Gefühl großartig gewonnen zu haben, was aber auch zum Teil an der Story liegt.

Bei der Spielmechanik frage ich mich warum zum Teufel immer noch dieses verdammte Inventar lebt. Muss das denn heute noch sein? Ich hab einfach keine Lust mehr mich durch das Inventar zu klicken, wenn ich ein Mausrad habe. Heutzutage darf man auch ruhig davon ausgehen, dass jeder ebendieses hat und für die Unglücklichen ohne, kann man ja die alte Art und Weise drin lassen. Sonst bin ich aber mit allem zufrieden gewesen. Schön vor allem die Tatsache, dass die Protagonisten anfangen zu laufen, wenn etwas weiter weg ist. Das hat mir glaub ich manche Nerven gespart, auch wenn ich nicht verstehe, wieso man genau auf einer bestimmten Position stehen muss um z.B. mit einer Person reden möchte - Das führte zumindest immer dazu dass ich erstmal um alles herumrennen durfte, obwohl ich vorher schon genau neben der Person stand. Naja, wahrscheinlich alle mit Schleudertrauma versehen, so dass diese sich nicht großartig bewegen konnten.


Würde ich für das Spiel eine Kaufempfehlung geben? Jein... Auf der einen Seite ist es eine kurzweilige Unterhaltung, was man ja auch von so einem Spiel erwarten würde, wenn man nicht zu stark auf die Story achtet. Auf der anderen Seite ist aber genau diese Story das Herz eines Adventures und entscheidet über Wohlgefallen und Verdammnis. Also: Wem grad langweilig ist und Story nicht so enorm wichtig erscheint, dem kann ich ruhig dazu raten. Alle Anderen sollten eher die Finger davon lassen und ihr Geld in was anderes stecken, z.B. ein Buch ;)

Wie man aus ner Ladung Pappe Geld macht....

Hab grad mal wieder ein bisschen rumgestöbert im Internet und mich unter anderem informiert was aktuelle Konsolen kosten. Neben der PS3 (Welche ich mir ganz bestimmt nicht holen werde) und der XBox360 (Welche ich mir ganz bestimmt irgendwann holen werde), hab ich auch nach der Nintendo Wii geschaut, einfach nur des Interesses wegen. Dabei bin ich unvermeidlicherweise auch bei Ebay gelandet wo mir das folgende spannende Phänomen aufgetreten ist:

Die Leute verticken ihre Originalpackungen. Nicht mehr und nicht weniger, dafür aber in großen Massen. Scheinbar ist also wirklich ein Markt dafür da sich für ein paar Euronen eine Packung der Wii zu kaufen. (Link für Interessierte - Man muss sich die Angebote einfach mal anschauen)

Nun frag ich mich was man damit soll?

Wer sich eine Wii kauft wird aller Voraussicht auch eine Verpackung dazu erhalten. Demnach sind solche Käufer bereits ausgeschlossen. Von den Trotteln die ihre Verpackung wegschmeissen und danach feststellen, dass sie ohne diese nicht mehr umtauschen können mal abgesehen, aber der Teil dürfte auch verschwindend gering sein.

Dann gibt es vielleicht noch die Leute die die Wii gebraucht erhalten, aber die dürften allgemein Probleme haben mit dem Umtausch. Wenn sie zu der Wii nicht mal die Verpackung erhalten, dann zweifel ich daran dass sie eine Rechnung erhalten, also auch keinerlei Möglichkeit zum Elektro-"Fach"-Markt ihrer Wahl zu gehen und das dort einzutauschen.

Und dann? Dann haben wir vielleicht noch die Leute, die überhaupt keine Wii besitzen und sie sich auch gar nicht leisten können. Denen wird hier die Möglichkeit geboten ein Alibi-Dummy zu kaufen. Man stelle sich folgende Situation vor:

Gast: "Oh? Eine Wii-Verpackung? Wusste ja gar nicht, dass du ne Wii besitzt."
Gastgeber: "Natürlich! Man muss doch mit der Zeit geben. Nur leider ist die Wii grad bei meiner kleinen Cousine. Was tut man nicht für die Familie..."
Gast: "Das ist ja sooo süß von dir! Gehst du mit mir ins Bett?"
...
...

Das Schlimme ist ja, dass ich mir wirklich vorstellen kann, dass es solche Menschen gibt.

Ein kurzer Blick bei der XBox 360 und der PS3 zeigt mir, dass dort wohl ein gleiches Bedürfnis herrscht... Arme Welt.

Freitag, 2. Januar 2009

Was ich im Internet mache... I

Heute starte ich eine kleine Reihe, welche sich mit diversen Web2.0-Diensten befasst. Alle diese Dienste werden von mir aktiv, oder auch mal weniger, genutzt. Hierbei handelt es sich natürlich um eine rein subjektive Sichtweise und ich werde auch keinesfalls auf die Sinnstellung entsprechender Portale eingehen, da es meine pseudo-journalistischen Fähigkeiten sprengen würde. Desweiteren werde ich nicht auf die Datenschutz-Frage eingehen, da ich der Meinung bin, jeder der sich auf ein solches Portal einlässt soll verdammt noch mal selbst wissen, was er veröffentlichen will und was nicht. Falls jemand Lust hat seinen Sozialversicherungsausweis, sowie seine Kontodaten zu veröffentlichen - Bitte. Ich werd ihn nicht dran stören!

Beginnen werde ich mit studivz.net, dem größten deutschen Social-Network (inkl. SchülerVZ und MeinVZ versteht sich natürlich).

Im StudiVZ bin ich seit 2006, also dem Jahr in dem ich auch selber Student geworden bin, gehöre also nicht zu den abertausenden Menschen, die dort nichts zu suchen haben (Wofür habt ihr denn die anderen Portale? Goddamnit), sondern bin ein waschechter Student. Damals bin ich beigetreten um etwas über meine zukünftigen Düsseldorfer Mitbewohner rauszufinden. Dass mir das trotzdem nichts geholfen hat fürs Zusammenleben, da kann das VZ nichts für - Es hat mir die nötigen Informationen geliefert um einen ersten angenehmen Eindruck zu liefern. Neben den Informationen die man selber preisgibt, sagen die Bilder ne Menge über die einzelnen Menschen aus.

Das Gefühl, dass das VZ den meisten Menschen nur als virtueller Schwanzvergleich dient, wird man leider nicht wirklich los. Man könnte willkürlich 5.000 Menschen eine Freundes-Einladung schicken und die Hälfte würde sie annehmen. Auf der anderen Seite ist es aber auch wirklich verlockend zu wissen, was die Grundschul-Liebe heute macht. Einfach mal als Freund eingeladen, eine Nachricht geschrieben und kurze Zeit später weiß man mit wem sie aus dem eigenem Dorf wann im Bett war. Denn was viele nervig finden, macht für mich den Reiz aus: Wirklich jeder behandelt einen als den besten Freund, den man ja schon so ewig nicht mehr gesehen hat. Bei Leuten die ich schon früher nicht gemocht habe, hat sich aber auch heute nichts geändert. Mit denen will ich immer noch nichts zu tun haben. Schön finde ich nämlich auch folgende Sache: derjenige der eine Freundes-Einladung verschickt hat bekommt nicht mit, ob der Eingeladene ablehnt oder nicht.

Auf jeden Fall haben sich bei mir über die letzten 2 Jahre an die 180 Freunde angesammelt, mit denen ich mal mehr, mal weniger zu tun hatte, die ich aber dennoch jederzeit einfach anschreiben könnte, ob sie nicht Lust auf ein Käffchen hätten, weil das alles Menschen sind, mit denen ich immer noch irgendwas verbinde. Ob sie nun einmal gemeinsam mit mir ein Bier getrunken haben, oder ich wirklich jahrelang schon befreundet sind - Alle haben gemein, dass sie positive Erinnerungen verbinden. Für mich ist das VZ, mit der Ausnahme von 20-30 wirklichen Freunden, also eher eine Nostalgie-Geschichte, aber gerade in dieser Funktion wirklich sehr schön!

Die Funktion ist für jeden Menschen leicht verständlich und gerade deswegen wahrscheinlich so unglaublich erfolgreich, was es für mich sehr stark von Facebook abhebt, worauf ich die Tage auch noch zu sprechen komme.

Zum Schluss bleibt noch der Hinweis, dass man wirklich darauf achten sollte, bei seinen Gruppen die automatischen Benachrichtigungen auszustellen. Es sei denn man interessiert sich wirklich für eine einzelne. Sonst verkommt der eigene Mail-Ordner mit der Zeit zu den Abenteuern des Sir Spam-A-Lot. Sonst kann man auch angenehm leicht ändern worüber man wie benachrichtigt wird.

Fehlen tut mir leider noch die Möglichkeit bei den Lehrveranstaltungen die man besucht ein Forum einzurichten. Man könnte so leicht nach Skripten oder ähnlichem fragen, wenn man einfach mal dort einen entsprechenden Thread starten würde. Aber was nicht ist kann ja noch werden.

Somit bin ich summa summarum sehr froh im StudiVZ zu sein, weil es mir sehr leicht den Erhalt von Kontakten ermöglicht. Man weiß ja nie, ob man die ehemalige Sandkasten-Liebe, die jetzt Juristin wird, nicht doch noch gebrauchen könnte. Man sollte natürlich nicht vergessen, ob man ihr jemals etwas böses getan hat, denn das könnte mit sehr unangenehmen Fotos für einen enden ;)