In der letzten Zeit ist mir aufgefallen, dass ich kein großer Freund davon bin die ganze Nacht in irgendwelchen Diskos herumzuhängen. Diese Abende sehen immer gleich aus: Man trifft sich irgendwo um 21 Uhr, fängt an zu trinken um die Getränke in der Disco zu sparen, wenn man dann gut betrunken ist, so gegen 24 Uhr, geht man in die Disco, verliert seine Freunde im Getümmel, trifft wen Bekanntes mit dem man dann den Abend verbringt und um 4 Uhr morgens liegt man betrunken und um 30€ ärmer im Bett. Klar, es macht Spaß und man tanzt viel, lernt neue Leute kennen, aber das kann man auch anders haben.
Vielleicht liegt es am Alter (22?), oder einfach nur zu vielen Abenden, die doch keinen Spaß gemacht haben: Ich bin jedenfalls dazu übergegangen einen gemütlichen Abend mit einzelnen Freunden den Disco-Abend vorzuziehen. Es gibt mir irgendwie sehr viel mehr gemütlich am Rhein, auf dem Balkon oder einfach nur in der Küche zu sitzen und die bestehenden Freundschaften einfach mal zu festigen. So ein Abend kann auch mal gerne bis 4 Uhr morgens anhalten, aber es fehlt der Zwang dazu, weil man 10€ für den Eintritt bezahlt hat. Ja, ich empfinde es als Zwang Spaß zu haben, wenn man in eine Disco geht. Zusätzlich ist man noch vom Musikgeschmack des DJ's abhängig und hat keine andere Möglichkeit als zu tanzen - In-der-Ecke-Steher sind ja schon lange out.
Bei nem gemütlichen Abend mit Freunden hat man so viel mehr Möglichkeiten: Ob man einfach quatscht, spontan anfängt Risiko zu spielen, ne DVD zu schauen, oder doch zu der Party zu gehen, von irgendeinem Freund von nem Freund einer Freundin... So viel mehr Möglichkeiten stehen offen. Leider wird man wenn man so etwas erzählt oder vorschlägt häufig nur schräg angeguckt, als ob es keine andere Möglichkeit gäbe einen Samstag-Abend zu verbringen. Ich stelle mich also bewusst gegen diesen Zwang das Wochenende mit 3 08/15-Partys zu verbringen, weil ich gemerkt habe, dass diese gemütlichen Abende viel mehr Spaß machen, als in stickigen Discos den Schweiß der umstehenden Tänzer abzubekommen.
Sonntag, 12. April 2009
Samstag, 11. April 2009
Paradoxon Wikipedia
In den letzten Tage gab es ja bereits vielerorts zu lesen zum Fall der Abmahnungen nach einer vermuteten Weiterverwendung von Bildern aus der Wikipedia ohne die Nennung der Urheberrechte. Wer das verpasst hat, oder sich nochmal auf den neuesten Stand bringen möchte, dem sei Internet-Law, oder der Odem-Blog, der Blog des betroffenen Alvar Freude ans Herz gelegt. Über technische oder juristische Details kann ich mich hier nicht auslassen, nutze aber die Gelegenheit ein paar Worte über mein Sinnverständnis der Wikipedia zu verlieren.
"Wikipedia ist eine freie Enzyklopädie" - So sagt es der Artikel über Grundprinzipien der Wikipedia. Mit diesem Schlagwort steht das Projekt als glänzender Leuchtturm derjenigen da, die ein komplett freies Internet befürworten, ergo eines ohne Barrieren für den Nutzer. Weiter heißt es, dass eine "Weiternutzung unter der Bedingung der Autorennennung {...} erlaubt" sei. Einerseits ist dies verständlich und auch logisch, andererseits auch ein Problem: Es ist unmöglich einen Autor für einen Artikel zu nennen. Es gibt nur vereinzelte Artikel die von einem einzigen Autor verfasst wurden, der Rest ist eine Zusammenarbeit von verschiedenen Usern. Einen einzelnen Autor festzumachen um diesen entsprechend würdigen zu können wird, je komplexer ein Artikel ist, immer schwieriger. Nach klassischen Zitierregeln ist die Verwendung von enzyklopädischen Texten sowieso unzulässig, wegen ebendieser Problematik. Was also übrig bleibt ist die Nennung der Wikipedia im Allgemeinen, was aber eigentlich zu pauschal bleibt. Dieses Grundprinzip wird durch den Aufbau der Wikipedia also quasi unmöglich gemacht. Entweder man versucht sich daran jeden User der am Aufbau eines Artikels beteiligt war zu nennen, oder verstößt automatisch gegen dieses Prinzip. Da Ersteres extrem kompliziert ist, darf es nicht wundern, dass es in den meisten Fällen ausbleibt.
Merkwürdig wird es, wenn es um die Verwendung von Bildern aus der Wikipedia geht: "die Bilder haben verschiedene Lizenzen" heißt es dazu - Während die Texte unter der offenen Lizenz stehen und jeder User gezwungen wird seine Arbeit so frei zu stellen, gilt dieses Prinzp für die Bilder nicht: Hier ist jeder, der sein Bild online stellt in der Lage seine eigenen Lizenzvorstellungen durchzusetzen und zu sagen, wer das Bild verwenden darf und wer nicht. Dies steht meines Erachtens im krassen Gegensatz zum Verständnis über die Arbeit der Schreiber und der Wikipedia im Allgemeinen. Warum gelten für diejenigen die ein Bild hochladen ganz andere Gesetze als für den Rest der User? Sinnvoll ist diese Enzyklopädie doch nur, weil jeder User seine Arbeit für die Anderen zur Verfügung stellt. Im Extremfall heißt dieses geänderte Lizenzverständnis für Bilder doch z.B., dass der Besitzer eines Bildes jedem Artikel die Benutzung versagen darf, es sei denn dieser ist in seinem Sinne geschrieben. Man ist also der Willkür der Rechteinhaber ausgeliefert.
Ich denke hier ist ein großes Umdenken und die Aufklärung des Sinnes der Wikipedia erforderlich. Fälle, wie die Abmahnung des Assoziations-Blasters durch eine einzelne Person (Abgesehen davon, dass die Abmahnung in diesem Fall ohne Rechtsgrundlage zu sein scheint), führen die Wikipedia ad absurdum und sind ein Schlag ins Gesicht für diejenigen, die sich selbstlos in den Dienst der freien Wissensvermittlung stellen. Solang dieser Fall nicht geklärt ist, werde ich jedenfalls nichts mehr für Wikipedia machen - Mag zwar nur ein schwacher Protest sein, aber vielleicht nimmt ihn sich ja der Eine oder Andere zu Herzen.
"Wikipedia ist eine freie Enzyklopädie" - So sagt es der Artikel über Grundprinzipien der Wikipedia. Mit diesem Schlagwort steht das Projekt als glänzender Leuchtturm derjenigen da, die ein komplett freies Internet befürworten, ergo eines ohne Barrieren für den Nutzer. Weiter heißt es, dass eine "Weiternutzung unter der Bedingung der Autorennennung {...} erlaubt" sei. Einerseits ist dies verständlich und auch logisch, andererseits auch ein Problem: Es ist unmöglich einen Autor für einen Artikel zu nennen. Es gibt nur vereinzelte Artikel die von einem einzigen Autor verfasst wurden, der Rest ist eine Zusammenarbeit von verschiedenen Usern. Einen einzelnen Autor festzumachen um diesen entsprechend würdigen zu können wird, je komplexer ein Artikel ist, immer schwieriger. Nach klassischen Zitierregeln ist die Verwendung von enzyklopädischen Texten sowieso unzulässig, wegen ebendieser Problematik. Was also übrig bleibt ist die Nennung der Wikipedia im Allgemeinen, was aber eigentlich zu pauschal bleibt. Dieses Grundprinzip wird durch den Aufbau der Wikipedia also quasi unmöglich gemacht. Entweder man versucht sich daran jeden User der am Aufbau eines Artikels beteiligt war zu nennen, oder verstößt automatisch gegen dieses Prinzip. Da Ersteres extrem kompliziert ist, darf es nicht wundern, dass es in den meisten Fällen ausbleibt.
Merkwürdig wird es, wenn es um die Verwendung von Bildern aus der Wikipedia geht: "die Bilder haben verschiedene Lizenzen" heißt es dazu - Während die Texte unter der offenen Lizenz stehen und jeder User gezwungen wird seine Arbeit so frei zu stellen, gilt dieses Prinzp für die Bilder nicht: Hier ist jeder, der sein Bild online stellt in der Lage seine eigenen Lizenzvorstellungen durchzusetzen und zu sagen, wer das Bild verwenden darf und wer nicht. Dies steht meines Erachtens im krassen Gegensatz zum Verständnis über die Arbeit der Schreiber und der Wikipedia im Allgemeinen. Warum gelten für diejenigen die ein Bild hochladen ganz andere Gesetze als für den Rest der User? Sinnvoll ist diese Enzyklopädie doch nur, weil jeder User seine Arbeit für die Anderen zur Verfügung stellt. Im Extremfall heißt dieses geänderte Lizenzverständnis für Bilder doch z.B., dass der Besitzer eines Bildes jedem Artikel die Benutzung versagen darf, es sei denn dieser ist in seinem Sinne geschrieben. Man ist also der Willkür der Rechteinhaber ausgeliefert.
Ich denke hier ist ein großes Umdenken und die Aufklärung des Sinnes der Wikipedia erforderlich. Fälle, wie die Abmahnung des Assoziations-Blasters durch eine einzelne Person (Abgesehen davon, dass die Abmahnung in diesem Fall ohne Rechtsgrundlage zu sein scheint), führen die Wikipedia ad absurdum und sind ein Schlag ins Gesicht für diejenigen, die sich selbstlos in den Dienst der freien Wissensvermittlung stellen. Solang dieser Fall nicht geklärt ist, werde ich jedenfalls nichts mehr für Wikipedia machen - Mag zwar nur ein schwacher Protest sein, aber vielleicht nimmt ihn sich ja der Eine oder Andere zu Herzen.
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Samstag, 4. April 2009
Short break
Da ich vollends reif für einen Urlaub bin, fahre ich heute gemeinsam mit meiner Freundin nach Mainz um in dieser altehrwürdigen Stadt für ein paar Tage Entspannung zu finden, bevor das Semester auch wieder beginnt.
Warum Mainz? Hat zum Einen den Grund, dass das Geld ein wenig knapp ist und uns ein guter Freund sein Zimmer zur Verfügung stellt und zum Anderen, weil ich auf Städte mit interessantem historischen Hintergrund stehe. Bestimmt werde ich mindestens ein Museum besuchen gehen, welches steht allerdings noch nicht fest. Ich lass mich einfach mal überraschen. Leider ist dieser Urlaub auch sehr kurz, da mich mehrere Verpflichtungen auch wieder am Dienstag zurück nach Düsseldorf ziehen. Deswegen ist bis Dienstag Sendepause und dann geht's im gewohnten Stil auch wieder weiter.
Habt noch ein schönes Wochenende und einen guten Start in die Osterwoche
Warum Mainz? Hat zum Einen den Grund, dass das Geld ein wenig knapp ist und uns ein guter Freund sein Zimmer zur Verfügung stellt und zum Anderen, weil ich auf Städte mit interessantem historischen Hintergrund stehe. Bestimmt werde ich mindestens ein Museum besuchen gehen, welches steht allerdings noch nicht fest. Ich lass mich einfach mal überraschen. Leider ist dieser Urlaub auch sehr kurz, da mich mehrere Verpflichtungen auch wieder am Dienstag zurück nach Düsseldorf ziehen. Deswegen ist bis Dienstag Sendepause und dann geht's im gewohnten Stil auch wieder weiter.
Habt noch ein schönes Wochenende und einen guten Start in die Osterwoche
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Donnerstag, 2. April 2009
Informations Overflow
Bei Bloggern weltweit scheint es sich eingebürgert zu haben so viele Hyperlinks wie möglich zu setzen. Das ganze scheint einem ähnlichen Prinzip zu folgen wie bei wissenschaftlichen Arbeiten: Je mehr Fußnoten und Nachweise man hat, desto eher sieht man den Text als nachgewiesen an.
Doch auch bei wissenschaftlichen Arbeiten gilt: Auf die Quantität kommt es nicht an, sondern auf die Qualität der verwendeten Nachweise. So hörte ich letztens von einer verzweifelten Kommilitonin, dass sie auf ihre Hausarbeit nur eine 3,0 erhielt. Auf die Nachfrage warum, meinte sie dass ihre Literatur nicht gut genug gewesen sei, was sie nicht verstand, da sie doch sage und schreibe 40 Bücher in der verwendeten Literatur aufgeführt hatte... Über die Art der verwendeten Sekundärliteratur muss ich wohl nichts weiter sagen, ausser dass sie sich dazu im Bahnhofskiosk eingedeckt hatte.
Also hier mein Appell: Liebe Blogger, es bringt rein gar nichts jedes 2te Wort mit einem Hyperlink zu Wikipedia oder zum ersten gefundenen Treffer bei Google zu setzen. Hyperlinks sind dazu da dem Leser weitere Informationen zu einem Thema zu geben, wenn diese nur schwer zu finden sind, oder weitere sinnvolle Informationen bieten können. Bitte bitte bitte ändert das!
Doch auch bei wissenschaftlichen Arbeiten gilt: Auf die Quantität kommt es nicht an, sondern auf die Qualität der verwendeten Nachweise. So hörte ich letztens von einer verzweifelten Kommilitonin, dass sie auf ihre Hausarbeit nur eine 3,0 erhielt. Auf die Nachfrage warum, meinte sie dass ihre Literatur nicht gut genug gewesen sei, was sie nicht verstand, da sie doch sage und schreibe 40 Bücher in der verwendeten Literatur aufgeführt hatte... Über die Art der verwendeten Sekundärliteratur muss ich wohl nichts weiter sagen, ausser dass sie sich dazu im Bahnhofskiosk eingedeckt hatte.
Also hier mein Appell: Liebe Blogger, es bringt rein gar nichts jedes 2te Wort mit einem Hyperlink zu Wikipedia oder zum ersten gefundenen Treffer bei Google zu setzen. Hyperlinks sind dazu da dem Leser weitere Informationen zu einem Thema zu geben, wenn diese nur schwer zu finden sind, oder weitere sinnvolle Informationen bieten können. Bitte bitte bitte ändert das!
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