Mittwoch, 18. Februar 2009

Walking in a winter wonderland

Seit einer Woche und ein paar zerquetschten Tagen läuft mein neuer PC und zwar genauso, wie ich es mir erhofft und gewünscht hatte. Im Klartext bedeutet "mein neuer PC" folgendes:

CPU: Intel Quadcore 6600
GPU: Palit Radeon HD4870 1024MB
Festplatte: WD Caviar-Blue S-ATA 640GB
RAM: 2x 2048MB PC1066 OCZ Platinum XTC
Mainboard: MSI P45 Neo-F
CPU-Lüfter: AC Freezer 7 Pro
Netzteil: AC Fusion 550 Silentium
Gehäuse: Coolermaster Centurion 590

Das ganze hat mich, inklusive diverser Verlängerungskabel, ca. 750€ gekostet und war seinen Preis definitiv wert. Das einzige was mich anfangs noch gestört hat, war die Tatsache, dass die CPU-Belüftung permanent auf 100% lief; Speed-Fan konnte dieser Unsitte aber die Leviten lesen und somit läuft nun alles flüsterleise und bei Temperaturen um die 20-35°C.

Beim Leistungscheck gibt sich mein PC auch ganz groß: Far Cry 2, Fallout 3, aber auch ältere Titel wie Gothic 3 geben sich in höchsten Details und besten Auflösungen die Ehre. Es ist einfach wunderschön zu zusehen, dass keiner der aktuellen Titel meinen PC in die Knie zwingen können(GTA IV und World of Conflict warten noch auf einen Leistungscheck, aber alles nacheinander). Damit besitze ich nach über einem Jahrzehnt Spielesucht einen PC der wirklich gut und up to date ist (Ich weiß: Besser geht immer und die Cracks da draußen finden bestimmt tausend Sachen zum rummeckern. Mir doch egal!). Das ist ein verdammt gutes Gefühl.

"A beautiful sight,
We're happy tonight,
Walking in a winter wonderland.
"

Donnerstag, 12. Februar 2009

Fallout 3 ist kein Fallout ist kein Fallout

Nach ungefähr 2 Tagen intensiven Spielens lässt sich schon einiges über Fallout 3 sagen: Fallout 3 ist ein klasse Spiel! Ich habe in den letzten Jahren wenig so atmosphärisch dichte Spiele gespielt. Man versinkt in dieser Welt geradezu und ist vom ersten Moment gepackt. Das liegt auch unter anderem am klasse Einstieg, welcher der Charakter-Erstellung dient. Das ganze ist bestimmt bei einem erneuten Spielstart genauso nervig wie das Tutorial von Oblivion, macht beim ersten mal aber wahnsinnig Spaß!


Screen von Bethesda, aber so sieht das Spiel wirklich aus

Neben dem Tutorial ist die Ähnlichkeit zu Oblivion auch sonst zu spüren, was daran liegt, dass beide Spiele auf dergleichen Engine beruhen. Das macht aber überhaupt nicht, weil Fallout 3 wirklich schön ist, so schön eine post-apokalyptische Landschaft halt sein kann. Gleichzeitig ist es aber nicht sonderlich Hardware hungrig, was für mich ein gelungenes und wichtiges Verhältnis darstellt, selbst wenn ich mit meiner Maschine inzwischen ohne Probleme auch ein Far Cry 2 in höchsten Details darstellen kann.

Technisch lässt sich nur eine nervige Sache noch sagen. Das Spiel ist leider nicht sehr stabil, wenn man einen Mehrkern-Prozessor hat. Mir passiert es sehr sehr häufig, dass ich in Räumen ohne NPC einfach durchhetzen muss, aus Angst einen Freeze zu erhalten, d.h. dass einfach alles hängen bleibt und nur die fantastische 50er Jahre Musik weiterläuft. Manchmal dauert es bis zu einer Minute bis der Freeze kommt, manchmal sehe ich den Raum noch nicht mal. Sehr ärgerlich das ganze und trübt meinen Spaß doch recht stark, da ich durch solche Räume schnell durchhetzen muss. Das muss doch nicht sein, oder?

Nun zum Kern des Pudels: Fallout 3 ist leider kein Fallout. Ich bin ein begeisterter Fan der ersten beiden Teile, welche ich bestimmt bis zum Erbrechen gespielt habe. Meine Skepsis war also groß, wie bei allen Veteranen, dass das Flair der alten Spiele nicht mehr eingefangen werden kann. Meine Furcht hat sich leider bestätigt, was meinen Spaß mit dem Spiel aber nicht wirklich einschränkt.

Die ersten beiden Teile strotzten vor Humor. Zahlreiche Zitate, Anspielungen und viel schwarzer Humor, haben dafür gesorgt, dass man häufig aus dem Lachen nicht mehr rauskam. Mein Treffen mit den Rittern der Kokosnuss in Fallout 2 hat mich 5 Minuten flachgelegt, weil es einfach herrlich und unerwartet war.

Dieser Humor taucht zwar stellenweise in Fallout 3 auch wieder auf, aber viel zu selten. Es ist halt ein Spiel, was sich selbst sehr ernst nimmt. Das mag sicherlich auch am Wechsel der Entwickler liegen: Vielleicht ist man in Kalifornien einfach lustiger als in Maryland, ich weiß es nicht. Die Tatsache dass Fallout 3 eine sehr düstere Graphik hat ist nur der Anfang. Die Gespräche wirken sehr steril - Früher wurde man häufiger noch auf den Arm genommen und die Tatsache, dass man ein Aussenseiter, der sein ganzes Leben in einem Bunker gelebt hat, zog sich durch's ganze Spiel. Wenn man in Fallout 3 von Megaton weg ist, erinnern einen nur noch die Radio-Durchsagen von Three-Dog daran, dass man aus der Vault kommt.

Diese Tatsache macht für mich eindeutig, dass Fallout 3 eben kein Fallout mehr ist. Das ist aber nicht schlimm: Mit den ersten beiden Teilen hat man eben Klassiker geschaffen, die nicht mehr erreicht werden können und Fallout 3 ist dennoch ein fantastisches Spiel, welches mich richtig fesselt.

Mittwoch, 11. Februar 2009

Faux Pas

Ich musste schon sehr lachen als ich eben bei Bild-Blog reingesehen habe. Sehr sehr geile Geschichte das!

Bürokratie

Kurze Nachricht, PC läuft jetzt, Spiele drauf und die Härtetests folgen in Form von Fallout 3, Far Cry 2 und evtl. noch GTA IV (Bei letzterem bin ich allerdings skeptisch, wegen der Inkompatibilität zu den ATI-GraKas). Die Tage kommen also genauere Berichte.

Nun zu etwas anderem. Gestern erhielt ich einen Brief von der ULB-Düsseldorf, dass noch Mahn-Gebühren ausstehen. Kein Problem, weil ich auch drüber Bescheid wusste. Anbei waren auch die Kontodaten, wo ich die ausstehenden 16€ überweisen sollte (Die Summe resultiert aus 8 Büchern, die ich einen Tag zu lang ausgeliehen hatte *sigh*). Bei dem Betrag war ich jedoch stutzig, ob ich das wirklich überweisen, oder einfach zu einem Schalter in der Bib gehen sollte um meine Schulden in bar zu zahlen. Letzteres hielt ich für sinnvoller, damit mein Ausweis so schnell wie möglich wieder entsperrt wird.

Somit ging ich heut morgen also zur ULB mit 16€ in der Tasche und fragte am Schalter nach, ob es denn möglich sei das Geld direkt zu zahlen, damit ich auch gleich wieder neue Bücher für die nächste Hausarbeit mitnehmen könnte.

Die kurze Antwort der etwas grimmig dreinschauenden Dame war "Nein!".
Ich erkundigte mich warum das nicht möglich sei, worauf mir nur erwidert wurde, dass bis zu einem Betrag von 14,99€ Gebühren in bar bezahlt werden könnte, alles andere per Überweisung erledigt werden müsste. Meinen Vorschlag, dass ich 14,99€ zahlen, kurz nach draussen gehen und dann den Rest bezahlen könnte fand die Dame scheinbar nicht so lustig (Ich im übrigen auch nicht, weil das durchaus ernst gemeint war) und fragte nur trocken, ob sie mir sonst noch helfen könne, da sie grad sehr beschäftigt sei. Ich ging also wieder weg und sah ihr noch kurz dabei zu, wie sie sich genüßlich eine Tasse Kaffee holte...

Ich liebe die deutsche Bürokratie. Selten etwas so dummes gesehen!